Dämmung und Isolierung (Teil 3) Wärmedämmung mit Armaflex-AF
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Dämmung und Isolierung (Teil 3) Wärmedämmung mit Armaflex-AF

Im Winter wohlig warm und im Sommer erfrischend frisch! Für eine optimale Wärme- und Kältedämmung, geringen Wärmeverlust nach außen und ein stets angenehmes Raumklima wird unser Sprinter im Zuge des Camper-Ausbaus mit Armaflex-AF gedämmt!

Für die Wärmedämmung verwenden wir Armaflex-AF von Armacell, ein Dämmmaterial aus Kautschuk. Durch die geschlossenporige Struktur nimmt das Material keine Feuchtigkeit auf und das Eindringen von Wasserdampf wird vermieden. Dadurch besteht nur ein sehr geringes Risiko von Korrosion (Rost) unter der Dämmung. Armaflex hat ein gutes Brandverhalten, geringes Gewicht und ist formstabil, verändert seine Form also weder bei Wärme noch bei Kälte. Mit Schere bzw. Cutter-Messer (Tipp: immer eine scharfe, vorzugsweise neue Klinge verwenden) ist es leicht zu verarbeiten.

Für den Wohnmobilausbau sollte unbedingt Armaflex-AF verwendet werden! Die anderen Produkte   sind für Anwendungsbereiche wie zum Beispiel Schiffsbau oder Heizungs- und Sanitäranlagen geeignet.

Erhältlich ist Armaflex in Matten bzw. Platten auf Rollen (z.B. 6 m² im Format 6 x 1 m) in verschiedenen Stärken (3 mm – 50 mm). Durch die unterschiedlichen Stärken können unebene Flächen oder Holme mit dünnerem Material gedämmt werden, so entstehen keine Kältebrücken. Entweder benutzt man die einseitig selbstklebenden Matten oder die nicht selbstklebenden Matten in Kombination mit Armaflex-Kleber oder Pattex. Um die Stoßkanten der Armaflex-Matten zu versiegeln, verwenden wir zusätzlich das nur 3 mm dicke und 50 mm breite Armaflex-Klebeband.

Wir haben selbstklebendes Armaflex in den nachfolgenden Stärken für die jeweils genannten Bereiche verwendet:

  • Armaflex 25 mm: für Boden, Decke, Seitenwände, Schiebe- und Hecktür
  • Armaflex 19 mm: für Radkästen und Decke im Fahrerbereich
  • Armaflex 10 mm: für „Kleinigkeiten“
  • Armaflex 6 mm: für die Holme/Streben

Die meisten Wohnmobil-Selbstausbauer nutzen hauptsächlich Armaflex in der Stärke 19 mm, die Frage nach dem „Warum“ bleibt jedoch offen, es scheint einfach die gängigste Variante zu sein. Anders als alle anderen verarbeiten wir hauptsächlich Armaflex in der Stärke 25 mm und zwar aus folgenden Gründen: Wir reisen in ziemlich kalte Regionen, nämlich bis ans Nordpolarmeer in Alaska und zur Drake-Passage zwischen Patagonien und der Antarktis. Da möchten wir es gerne warm haben, unsere zukünftige Dieselheizung soll effizient arbeiten und der Wärmeverlust nach außen so gering wie möglich sein. Das minimale Mehrgewicht der stärkeren Variante sowie der kleine Verlust an Stehhöhe stellt für uns kein Problem dar. Hoffentlich – wir warten ab 😉

Nach der Dämmung mit Armaflex werden die Wände und Decke noch mit 6 mm Pappelsperrholz-Platten mit optisch ansprechender HPL-Beschichtung verkleidet, diese werden zusätzlich ebenfalls noch ein bisschen dämmen.

 Vorteile

  • Durch die Biegsamkeit können die Matten der Form und der Wölbung der Wände optimal angepasst werden, so entstehen keine Lücken und Kältebrücken werden vermieden
  • Die geschlossenporige Struktur verhindert die Aufnahme von Feuchtigkeit, somit entsteht kein ungewünschter Rost
  • Geringes Gewicht (ca. 2 kg / m² bei der Stärke 25 mm)
  • Gutes Brandverhalten, das heißt es ist schwer entflammbar
  • Formstabilität sowie bei Wärme als auch bei Kälte
  • Es kann einfach mit der Schere oder einem Cutter-Messer in die gewünschte Form geschnitten werden
  • Die selbstklebende Variante ist einfach anzubringen, es sind keine zusätzlichen Kleber o.ä. erforderlich

Nachteile

  • Vergleichsweise teuer (ca. 20,00 € / m² bei der Stärke 25 mm)
  • Trotz der Biegsamkeit können schwer erreichbare Hohlräume nicht ausgestopft werden, dafür ist das Material zu sehr formstabil

Kosten

  • Ø ca. 15,00 € / m² (je nach Stärke; je dünner, desto günstiger)
  • Stärke 10 mm: ca. 12,20 € / m²
  • Stärke 19 mm: ca. 12,50 € / m²
  • Stärke 25 mm: ca. 20,00 € / m²

Armaflex-AF ist online zum Beispiel in 19 mm oder 25 mm erhältlich, ebenso wie das Armaflex Tape zum Versiegeln von Stoßkanten.

 

Lest in Teil 1 mehr über nützliche und praktische Grundlagen & Hintergrundinfos zum Thema Dämmung und Isolierung sowie in Teil 2 über die Schalldämmung mit Alubutyl. Selbstverständlich berichten wir von unseren praktischen Erfahrungen bei der Verarbeitung der Materialien und geben nützliche Tipps 😉 In Teil 4 erfahrt ihr mehr über Armaflex-AF in der Praxis sowie alternative Materialien zur Wärmedämmung.

 

Folgende Produkte wurden für den Einbau verwendet:

 

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