Dämmung und Isolierung (Teil 1) Grundlagen
All Dämmung / Isolierung MB Sprinter Umbau

Dämmung und Isolierung (Teil 1) Grundlagen

Was man über Dämmung und Isolierung eines Campervans wissen sollte: Nützliche und praktische Grundlagen & Hintergrundinfos

Warum sollte man einen Campervan dämmen bzw. isolieren?

  • In kalten Regionen (wie zum Beispiel Alaska oder Patagonien) soll sowohl die Kälte draußen gehalten werden, als auch der Verlust von Heizungswärme nach außen so gering wie möglich sein
  • In warmen Regionen (wie zum Beispiel in der Karibik) soll es trotz hoher Außentemperaturen im Inneren des Vans angenehm kühl bleiben
  • Eine optimale Schalldämmung erhöht den Fahrkomfort bei längeren Strecken, da die dröhnenden Fahrgeräusche vermindert werden, außerdem gelangen so auch weniger Wohngeräusche von innen nach außen

Der Unterschied von Dämmung und Isolierung

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Wörter Dämmung und Isolierung gleichbedeutend verwendet. Doch es gibt einen Unterschied: Eine Dämmung vermindert lediglich den Durchgang,  wohingegen eine Isolierung komplett abschottet. So sind beispielsweise Stromkabel isoliert, damit man nicht nur einen reduzierten Stromschlag bekommt, sondern besser gar keinen 😉

Eine komplette Wärmeisolierung ist praktisch weder möglich noch sinnvoll, um aber zumindest den Durchgang von Wärme bzw. Kälte zu reduzieren, wird unser Sprinter wärmegedämmt; und natürlich auch schallgedämmt.

Gut zu wissen: Der Taupunkt

Im Camper wird geschlafen, gekocht und geduscht, dadurch wird Feuchtigkeit an die Luft abgegeben. Je höher die Temperatur, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen. Wenn das Maximum erreicht ist, beträgt die (relative) Luftfeuchtigkeit 100 %.

Damit sich Wassertropfen aus feuchter Luft abscheiden, muss eine bestimmte Temperatur bei gleich bleibendem Druck unterschritten werden – dies ist der sogenannte Taupunkt oder auch die Taupunkttemperatur.

Wenn nun die warme Luft aus dem Inneren des Campers auf die (ungedämmten) Innen- bzw. Außenwände trifft, bilden sich Tautropfen und diese begünstigen Rost! Um das Temperaturgefälle zu verringern, und damit die Feuchtigkeitsbildung mit der daraus resultierenden Rostbildung zu vermeiden, werden die Wände gedämmt. Durch die Dämmung schlägt sich keine Feuchtigkeit nieder, da der Temperaturübergang „sanfter“ wird. Damit sich auch keine Kältebrücken bilden, sollte die Dämmung möglichst lückenlos auf die Innenbleche angebracht werden.

 

Lest in Teil 2 über die Schalldämmung mit Alubutyl und in Teil 3 über die Wärmedämmung mit Armaflex-AF sowie alternativen Materialien zur Dämmung. Selbstverständlich berichten wir von unseren praktischen Erfahrungen bei der Verarbeitung der Materialien und geben nützliche Tipps 😉

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